Bewegtbild in der PR: Konzept und Briefing entscheiden über den Erfolg

13. Juli 2017

Bewegtbild in der PR: Konzept und Briefing entscheiden über den Erfolg

Bewegtbild gewinnt seit Jahren an Bedeutung und ist nicht mehr aus dem Kommunikationsalltag wegzudenken. Wie Bewegtbild gezielt in der PR eingesetzt werden kann und welche Parameter zu beachten sind, davon erzählen wir in diesem Beitrag.

Wie kann man auch mit kleinem Budget attraktive Videos produzieren? Auf welche Zielgruppe fokussiert das Video konkret (Wirtschaftsjournalisten, Fachpresse etc.) ? Wie unterscheidet sich das Bewegtbild für die Pressearbeit vom Imagefilm? Alles Fragen, mit denen sich Mitarbeiter aus der Unternehmenskommunikation beschäftigen, wenn sie in ihrer Pressearbeit auch Videos einsetzen möchten. Denn diese sind mittlerweile auch bei Redakteuren der schreibenden Zunft beliebt. Zwischen Redaktionskonferenzen, Recherchen, Telefonaten und Schreiben gilt es immer schnell umzuschalten. Möchte man ein Thema oder eine Neuigkeit schnell durchdringen, ist jeder Redakteur für ein kurzes Video dankbar. Weit verbreitet sind Pressemeldungen, begleitende kurze Interviews oder kurze Erklärfilme. Daher darf das Bewegtbild in der PR nicht mit dem Imagefilm eines Unternehmens verwechselt werden!

Viele Köche…

Vor der konkreten Planung und Produktion des Films ist es hilfreich, die beteiligten Kollegen über die Besonderheiten des Produktionsprozesses zu informieren und ein Konzept vorzustellen („Awareness“ für das Projekt schaffen): Alle sollten sich in dieser ersten Phase darauf comitten, das Filmprojekt zeitnah zu realisieren. Dieses Commitment ist bedeutsam, denn beim Thema Bewegtbild gehen Meinungen und Geschmäcker oft auseinander: Jeder Mensch hat eine unterschiedliche Wahrnehmung davon, ob die richtigen Botschaften eingebracht wurden und ob das im Film Dargestellte (Architektur, Ausstattung, Licht, Kleidung) dem Image des Unternehmens entspricht.

Das Kliff der Diskussion der „vielen Köche“ umgeht der Projektleiter am besten im Vorfeld, indem er in einem ersten Schritt schriftlich sein Film-Projekt fixiert, d.h. Ziel, Zielgruppe, Kernbotschaften, Interview oder Erkärfilm, Protagonist(en) und das Format festlegt. Dieses Konzept steht zunächst zur Diskussion für alle Kollegen. Nach der Diskussion sollte ein von allen verabschiedetes Konzept das Commitment aller Beteiligten finden (s. o.). Zudem ist es bei diesem ersten Prozessschritt von Vorteil, den Themenkatalog bereits schriftlich zu skizzieren. Auch Tonalität, Länge, Stil, Timing und last but not least den tatsächlichen, finalen Projektentscheider legt man am besten im Konzept schriftlich fest, sofern er sich vom Projektleiter unterscheiden sollte.

Filmen muss gekonnt sein

In einer zweiten Projektphase geht es an die Ausarbeitung der Antworten oder des sogenannten Sprechtexts. Ein Interview mit dem Marketingleiter oder dem mediengeschulten Geschäftsführer ist ohne großen Aufwand und mit überschaubarem Budget heute dank digitaler Kameras und Schnittprogrammen gut realisierbar. Mit vordefinierten Inhalten ist auch ein Erklärfilm in überschaubarem Zeitrahmen produziert. Doch nichts ist mal eben schnell mit dem Smartphone „gefilmt“ – wie heute viele annehmen. Ein Irrtum ist es auch zu meinen, jeder könne filmen. Denn wenn z. B. ein Eindruck von Transparenz und Modernität des Unternehmens entstehen soll, ist nichts schädlicher als eine mangelhafte Akustik, unordentliche Büroräume oder schlechtes Licht im Bild zu haben. Auch unklare Aussagen des Interviewpartners im Bewegtbild interessieren die Redakteure eher nicht.

Bei der Produktion von Bewegtbild für PR sollen komplexe thematische Zusammenhänge sowie die zielgruppenrelevanten Botschaften vor allem attraktiv für den Betrachter, in dem Fall den Journalisten und / oder Social Media User, dargestellt werden. Dies erfordert sowohl im Vorfeld als auch in der Durchführung einige Erfahrung mit Bewegtbild und Professionalität.

Dritte Phase: Feinkonzept und das Briefing des Interviewpartners

Daher gilt es aus dem Konzept ein detailliertes Feinkonzept mit ausformulierten Fragen und Antworten zu entwickeln. Dieses sollte unbedingt vorher mit dem Interviewpartner und Projektentscheider abgestimmt werden. Vor dem Drehtermin ist ein umfassendes Briefing für den Interviewpartner sehr wichtig: Welche Aspekte soll er betonen, worauf sich konzentrieren? Vermeintliche „Kleinigkeiten“ wie Raumauswahl und Kleiderempfehlung sind für die Qualität und Seriosität des Bewegtbilds darüber hinaus entscheidend. Bei dem Drehtermin selbst ist es sehr bedeutsam, dass der Projektleiter den Interviewpartner durch das Gespräch führt. So entsteht ein interessanter Interview-Film.

Bewegtbild-Content: Moderne Erklärvideos auch bei komplexen Inhalten

Um das Format des Erklärvideos hingegen in relativ kurzer Zeit und mit pragmatisch überschaubarem Aufwand zu erstellen, sind die Reihenfolge der einzelnen Produktionsschritte vorab zu fixieren: Sobald die Story und der Stil des Erklärvideos definiert sind, verfasst ein Autor den Sprechtext mit dem gebündelten Content. Dieser hat bereits die vordefinierte Länge des Videobeitrags. Erst wenn dieser freigegeben ist, wird das Storyboard mit den einzelnen Szenen entwickelt und produziert. Nach der Freigabe der Szenenabfolge wird der Film mit einem professionellen Sprecher vertont. Dann ab damit an den Presseverteiler, auf die Website oder auf alle Social Media Kanäle des Unternehmens!

5 Dinge, die man bei der Produktion von Bewegtbild in der PR beachten sollte:

1. Legen Sie in einem ersten Schritt die Kernbotschaften und Antworten gemeinsam mit dem Interviewpartner fest.
2. Stimmen Sie das Feinkonzept zum Interview-Film oder Erklärfilm mit dem tatsächlichen Entscheider im Vorfeld ab (Commitment).
3. Wählen Sie den Drehort mit Bedacht aus und erstellen Sie vorher ein Testvideo, um bereits zu diesem Zeitpunkt den Bildausschnitt und das Licht festzulegen. Planen Sie dafür ausreichend Zeit dafür vor dem eigentlichen Dreh ein.
4. In der Kürze liegt die Würze: Maximal 3 Minuten lang sollte ein Bewegtbild für den Einsatz in der PR sein.
5. Eine zweite Variante des Films für Social Media mit Untertiteln sollte ebenfalls konzipiert werden, damit die Inhalte auch ohne Ton verständlich sind. Benennen Sie den Protagonisten und Ihr Unternehmen in den Untertiteln immer korrekt.

Wenn Sie attraktive, spannende und interessante Botschaften für Redakteure, Stakeholder oder (potenzielle) Kunden gestalten wollen, kommen Sie gerne auf uns zu. Egal ob Interviews oder Erklärfilme für die Pressearbeit oder für die Verwendung im Social Media Bereich: Die Counterpart Group erstellt gemeinsam mit Ihnen das Konzept für die Bewegtbild-Produktion und setzt das Filmprojekt mit Ihnen um.

Mehr zu unseren Leistungen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Nach oben