Silver Surfer versus Digital Natives: digitales Wellenreiten verschiedener Generationen

16. November 2017

Silver Surfer versus Digital Natives: digitales Wellenreiten verschiedener Generationen

Nein, in der Marketingwelt ist mit Silver Surfer nicht die Superhelden-Figur aus den Marvel Comics gemeint. Auch kein Surfer, der mit seinem Brett auf den Meereswellen gleitet und seine graue Haarpracht dabei in der Sonne glänzt. Allerdings hat der Begriff indirekt dann doch etwas mit dem Surfen zu tun – nur im virtuellen Sinne: im Internet surfen.

Silver kann man in diesem Zusammenhang auch wortwörtlich übersetzen. Deshalb ist die graue Haarpracht durchaus ein guter Hinweis. Kurz gesagt: Silver Surfer ist die Generation 50+, für die das Internet nicht selbstverständlich ist. Dickes Lexikon statt Wikipedia, Landkarten statt GoogleMaps und Fotoalben zum Anfassen statt Instagram. Diese Altersgruppe weiß, wie der Alltag ohne Netflix, Spotify und Facebook gemeistert wurde, ohne Online-Banking und Amazon.

Aus diesem Grund haben Silver Surfer auch andere Interessen bei der Nutzung des Internets, weshalb das Marketing bei dieser großen Zielgruppe mit hoher Kaufkraft nicht auf die gleichen digitalen Touchpoints setzt wie etwa bei den Digital Natives. Der klassische E-Mail-Austausch wird von der Generation 50+ gegenüber den Messengerdiensten bevorzugt, per Rechnung bezahlen ist ihnen beim Online-Shopping lieber als mit Kreditkarte und Social Media-Kanäle betrachten sie wegen lückenhaftem Datenschutz kritisch.

Dagegen beschreibt der Begriff Digital Natives die „digitalen Eingeborenen“. Diese Generation ist mit digitalen Technologien aufgewachsen, der Umgang mit Internet, Smartphones und Co. gilt als selbstverständlich, eine Welt ohne Internet ist unvorstellbar – „ich twittere, also bin ich“, wie der Philosoph Descartes so schön gesagt hat ;-). Schließlich wird das pausenlose Onlinesein als ganz natürlich betrachtet und die Grenzen zwischen der realen und der virtuellen Lebenswelt verschwimmen. Für Digital Natives gilt das Internet als ihre natürliche Umwelt, in welcher sie sich als Eingeborene wohl fühlen, sich selbstsicher bewegen und frei austoben.

Doch man kann Äpfel schließlich auch nicht mit Birnen vergleichen. Natürlich bewegen sich Silver Surfer anders im World Wide Web als Digital Natives: Sie nutzen das Internet für verschiedene Zwecke und unterschiedliche Interessen. Daher muss die Customer Journey mit den passenden Touchpoints sowohl Digital Natives als auch Silver Surfer überzeugen.

Alle Silver Surfer, die zufällig hier gelandet sind, können sich hier online schlau machen. 🙂

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