Krisen-PR erfolgreich meistern

4. April 2019

Krisen-PR erfolgreich meistern

Meistens kommt eine Krisensituation überraschend und erfordert eine schnelle Deeskalation. Daher sollte man stets einen Handlungsplan und Experten für den Notfall bereit stellen. Eine Krise kann eine Anklage, ein Skandal oder etwa Proteste einer Bürgerinitiative gegen ein Bauprojekt, ein Unglücksfall, Umsatzeinbrüche, die das Vertrauen der eigenen Geldgeber gefährden, oder Anschuldigung eines ehemaligen Mitarbeiters sein. Die Liste ist lang. Egal ob Sie eine Krisensituation selbstverschuldet oder unverschuldet ereilt – die professionelle Vorbereitung der Krisen-PR ist das A & O.

  1. Vorsorge: Planung und Konzeption

Eine regelmäßige, transparente und offene Unternehmens- und Projektkommunikation beugt vielen Krisen bereits vor. Das gilt auch für eine intensive Kontakt- und Netzwerkpflege (Politik, Kunden, Medien etc.), die im Notfall als Fürsprecher auftreten können. Vor heiklen Großprojekten sollte man sich Gedanken über mögliche Krisensituationen machen und Vorkehrungen treffen. Darüber hinaus erhöhen Frühwarnsysteme die Chance, Krisen zu erkennen. Über ein umfassendes Medienmonitoring können negative Tendenzen in den Berichterstattungen entdeckt und dagegen vorgegangen werden. Eine professionelle externe PR-Beratung mit Blick von außen auf das Unternehmen, hilft Ihnen, in der Krisen-PR kühlen Kopf zu bewahren. Eine PR-Agentur hat die richtigen Ansprechpartner in der Presse, um schnell zu reagieren. Für relevante Krisensituationen empfiehlt es sich vorsorglich Q&A´s vorzubereiten.

  1. Vorbereitung: Verantwortlichkeiten, Verhaltensregeln und Ablaufpläne

Kommt es zu einem Krisenfall, sollte eine klare Regelung im Unternehmen bestehen wer verantwortlich ist und wer befugt ist mit den Medien zu sprechen (Verhaltensregeln). Hier hilft es für jedes Projekt einen Hauptverantwortlichen bzw. die Mitglieder eines Krisenstabs zu benennen. Bevor nach außen kommuniziert wird, sollten zunächst so viele Informationen wie möglich gesammelt, koordiniert und intern ein klares einheitliches Wording festgelegt werden: Eine Stimme nach „außen“ und gezielte Vorbereitungen sind unabdingbar, damit sich keine Eigendynamik entwickelt und unüberlegte Aussagen an die Öffentlichkeit gelangen. Inbesondere die Stakeholder des Unternehmens bestimmen die relevanten Inhalte der Ansprache. Hier helfen wiederum externe – jedoch mit dem Unternehmen vertraute – PR-Experten, die auch als Pressestelle und dadurch als Puffer zu den Medien agieren können und Ihnen den Rücken freihalten. Bei rechtlich relevanten Krisenfällen sollte ein Anwalt von Anfang an involviert werden und wie die Öffentlichkeitsarbeit in alle Abstimmungsprozesse einbezogen werden.

Oft ist es nicht die Krise, sondern der Umgang damit, der ein schlechtes Bild auf das Unternehmen wirft. Daher müssen ein Handlungsplan in Form eines Krisenhandbuchs existieren und Experten bereitstehen, die Sie in der Krisenkommunikation beratend unterstützen. Ein verlässliches Krisenhandbuch sollte folgende Bausteine beinhalten: Kommunikationsstrategie, Festlegung von Zuständigkeiten und Abläufen sowie szenarienabhängige Statements und Textvorlagen. Es hilft außerdem dabei, vier zentrale Kernfragen zu beantworten: Was ist geschehen? Warum konnte das passieren? Wer trägt die Verantwortung? Wie gehen wir weiter vor?

  1. Kommunikationsstrategie in der Krise

Wenn der Ernstfall eingetreten ist, gilt als oberste Prämisse: ruhig bleiben und eine offene Kommunikation betreiben, die weder aggressiv noch passiv ist. Alles andere verschlimmert die Situation und wird Ihnen im Nachhinein negativ ausgelegt. Kritik muss ernst genommen werden, daüber hinaus müssen Fehler gegebenenfalls eingestanden werden. Alle Projektbeteiligten und Interessensgruppen – intern und extern – sollten einbezogen werden. Falls Sie bis hierhin noch keinen externen Kommunikationsexperten hinzugezogen haben, ist spätestens jetzt der richtige Zeitpunkt. Je nach Krisenszenario können für die Rehabilitierung unterschiedliche Strategien (Ablehnung, Entschuldigung, Verteidigung etc.) nötig sein. Die Agentur tritt als neutraler Aufklärer auf und informiert Journalisten über die Thematik und aktuelle Situation. Ziel ist es, schnellstmöglich wieder Routine in die Prozesse zu bekommen, Vertrauen und Glaubwürdigkeit wiederzuerlangen, ähnlichen Krisen vorzubeugen und gestärkt daraus hervorzugehen. Hierfür ist eine anschließende Krisenanalyse unabdingbar. Eine positive Krisenbewältigung stellt auch eine Chance dar, um das eigene Image zu verbessern.

Wenn Sie mehr zu dem Thema erfahren möchten, beraten wir Sie gerne strategisch zur Krisen-PR. Wir unterstützen Sie u.a. bei der Erstellung eines Handbuchs für Krisensituationen, übernehmen die Pressearbeit für Sie und auch die Kommunikation im Bereich Social Media.

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