Meet your Counterpart

Henrique, Leitung Digital Unit | Prokurist und Managing Director

Corona hat die Arbeitswelt voll erwischt. Das Virus strapaziert, es bereichert aber auch den Alltag vieler Branchen. Und darüber tauschen sich Counterpartler*innen zwischen weekly calls, Kaffee und Mails aus. Diesen Wissenstransfer holen wir aus dem Office heraus und möchten euch einen Teil davon nicht vorenthalten.

In unserer Reihe „Meet your Counterpart“ berichten Kolleg*innen über ihre Erfahrungen mit der Corona-Krise und präsentieren spannende Insights aus dem Agentur-Alltag. Allen großen Herausforderungen der strategischen Marken- und Kommunikationsberatung stellt sich unser Prokurist und Managing Director Henrique. Los geht’s mit dem vierten Teil unserer Reihe „Meet you Counterpart“.

„Morgendliche Mahnung von Karl Lagerfeld“

Ich bin zwar schon lange im Geschäft und seit über zehn Jahren Teil der Counterpart-Familie, aber was infolge der Corona-Pandemie passiert ist, habe ich so auch zum ersten Mal erlebt. Für uns als Geschäftsleitung war es nicht einfach, die richtige Entscheidung zu treffen. Dennoch waren wir uns einig, dass wir alle Mitarbeiter*innen umgehend ins mobile Arbeiten schicken. Von vielen meiner Kolleg*innen habe ich die skurrilsten Geschichten aus dem Homeoffice gehört. Bei mir zu Hause war Karl Lagerfeld quasi täglich mahnend beim täglichen Umschiffen der Jogginghose präsent. Größtenteils mit Erfolg. Manchmal fanden die ersten Gespräche mit Kunden auch schon zwischen dem ersten Kaffee und dem Zähneputzen statt.

Unterm Strich haben wir alle gemerkt, dass Remote Work auf Dauer sehr anstrengend ist; die Energie fließt dabei nicht unbedingt dorthin, wo sie am wichtigsten ist, weil der Abstimmungsbedarf sich gefühlt vervielfacht hat. In meinem Fall erst recht, weil zu meinen Daily Doings der kontinuierliche Austausch mit Strategie, Beratung und Kreation sowie digitalen Experten aus Technik, Online-Marketing und Projektmanagement gehört.

 

„Persönlicher Austausch funktioniert über Vibes und Humor“

Vibes und Humor machen einen großen Teil der Kommunikation aus. Das hat gefehlt. Nonverbale Botschaften blieben auf der Strecke. Insbesondere innerhalb unseres Teams, denn unsere Manpower und Womanpower funktioniert halt zu großen Teilen über den persönlichen Austausch. Außerdem ist die Zusammenarbeit mit Kunden durch die Corona-Pandemie noch direkter und schneller geworden – etwa durch das Chatten über Slack oder Teams und viele, viele Video-Calls. Aber die Remote-Zeit hatte nicht nur Schlechtes: Wir haben noch stärker als zuvor die bekannten digitalen Conferencing-Tools sinnvoll in unsere Arbeit integriert.

Die Implementierung digitaler Helfer halte ich zukünftig für unabdingbar. Das merken wir als Counterpart Group momentan daran, dass viele KMUs einen hohen Bedarf an Analysetools haben: Stichwort Local-SEO. Um diesem Aufkommen gerecht zu werden und weiterhin gute Beratung und Umsetzung abzuliefern, steuere ich den Auf- und Ausbau unseres Entwicklungsteams in Portugal (DU:RO Digital). Seitdem wir mit unserem Team in Portugal zusammenarbeiten, bin ich zuversichtlich, dass wir Virtual Reality-Applikation einführen. Interne Abstimmungen und Workshops profitieren davon, denn Dank der VR-Applikation plus Headset fühlen wir uns, als seien wir in einem Raum.

„Wir reden hier von Zeiträumen von 100.000 Jahren“

Wenn ich in die Zukunft blicke, sehe ich in der kontinuierlichen Innovation im digitalen Bereich – von der Analytik bis zur Implementierung – für KMUs großes Potenzial. So kann der Wettbewerbsvorteil großer Konzerne durch weniger komplexe und bezahlbare Lösungen wettgemacht werden.

Obwohl wir als Agentur sehr von zahlreichen Tools profitieren, verlieren wir den Fokus auf die First Principles nicht: Menschen und Konsumenten ändern sich trotz technischer Innovationen und der Digitalisierung nur sehr langsam. Wir reden hier von Zeiträumen von 100.000 Jahren. Dadurch bleibt die Art und Weise, wie sie Entscheidungen treffen, im Prinzip unverändert. Das zeigt sich an der Gültigkeit der guten und zeitlosen vier Ps aus Produkt, Preis, Place/Distribution und Promotion. Statt sich also „nur“ mit den neuesten digitalen Tools auseinanderzusetzen, bleibt der Mensch bei uns im Fokus.

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2 thoughts on “Meet your Counterpart

  1. Sehr schöne und interessante Einblicke, Henrique. Besonders den Aufbau des Entwicklungsteams in Portugal finde ich bemerkenswert.Da hast du ja zusätzlich auch noch deinen Sprachvorteil, der dir und Counterpart zugute kommt. 😉
    Ich denke, grenzübergreifende Arbeit wird sowieso zukünftig stark ansteigen – auch in anderen Branchen. Ich habe leider die ersten drei Beiträge dieser Reihe verpasst. (Ich schaue mal nach, ob ich sie im Newsblog finde).Und freue mich schon auf die nächsten. Liebe Grüße, Thomas

  2. Vielen Dank für diesen Einblick in Deinem Alltag Enrique. Klar, man gewöhnt sich zwar an Conferencecalls aber es wird nie das gleiche Gefühl geben als ein Gespräch vis-a-vis am Tisch. So bald es die Maßnahmen der Regierung wieder ermöglichen treffe ich Dich gerne auf eine Tasse Kaffee und eine gute Unterhaltung! Mach es gut und bleib Gesund!

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