Mehrwert statt Bauklotz: Zukunftsgerichtete Vermarktung von Gewerbeimmobilien

 

 

 

 

 



19. April 2018

Mehrwert statt Bauklotz: Zukunftsgerichtete Vermarktung von Gewerbeimmobilien

Die Immobilienbranche ist durch die Auswirkungen der digitalen Transformation und Flexibilisierung zum Umdenken gezwungen. Das betrifft auch die Gebäudevermarktung. Ein Kommentar von Counterpart-Geschäftsführerin Judith Dobner.

Digitale Transformation – das branchenübergreifende Thema, das auch vor der Immobilienbranche nicht Halt macht. Aus dem privaten Umfeld sind wir es längst gewohnt: Services werden zugeschnitten auf individuelle Bedürfnisse und flexibel anpassbar. Dienstleister, die diese Anforderungen nicht erfüllen, haben kaum mehr eine Chance auf dem heutigen Markt. Dieser Komfort wird auch zunehmend von Arbeitgebern und Arbeitnehmern in der Immobilienbranche nachgefragt.

Der Begriff „Space as a Service“ rückt in den Vordergrund und setzt Mieter und Mitarbeiter in den Fokus. Statt Bauklötze sind flexible Bürolösungen in Kombination mit Dienstleistungsangeboten gefragt: Moderne Arbeitsplätze, Konferenz- und Aufenthaltsmöglichkeiten im Innen- und Außenbereich sowie eine funktionierende Infrastruktur aus Einzelhandels-, Gastronomie- und Fitnessangeboten bis hin zu Mobilitätskonzepten. Dazu gehören alle Maßnahmen, die die Work-Life-Balance fördern und die Arbeitsumgebung agil, effizient und attraktiv machen. Insbesondere im Kampf um Talente gilt es für Unternehmen, entsprechende Motivationsfaktoren am Arbeitsplatz zu schaffen.

Bedeutung für die Immobilienvermarktung und Kommunikation

Damit die richtigen Botschaften letztendlich auch beim Kunden landen, bedarf es der passenden Kommunikation. Im Vorfeld jeder Projektentwicklung und Vermarktungsstrategie steht zunächst eine passgenaue Positionierung der jeweiligen Immobilie mit der Frage: Was soll für wen entstehen? Dazu gehört neben der Immobilie selbst eine genaue Betrachtung der Standortfaktoren – angefangen bei der Umgebung über die städtebauliche und architektonische Einbettung bis hin zur Historie. Im Idealfall gehen hier Projektentwickler und beratende Agentur bereits Hand in Hand. Voraussetzung ist eine moderne Projektentwicklung, die entsprechende Projekte langfristig und nachhaltig plant, und nicht vor Investitionen in Services und Infrastruktur zurückschreckt.

Die Essenz eines guten Vermarktungs- und Kommunikationskonzepts ist eine klare und standortgerechte Identität des Projekts, die sich mit passenden Maßnahmen und einer Salesstory über den gesamten Projektzeitraum erstreckt. Ein gutes Beispiel ist der Kaiser Hof (Art-Invest) in Köln: Unsere Marketingexperten haben eine einzigartige Welt erschaffen, die sich durch sämtliche Maßnahmen zieht und die sich auch im Gebäude selbst wiederfindet. Das Ergebnis: Eine hohe, positive Mieternachfrage und zwei Auszeichnungen für die Vermarktung beim German Design Award.

Der Einfluss von digitaler Transformation und Flexibilisierung auf die Projektentwicklung und Vermarktung zeigt sich am Beispiel des Stadtquartiers I/D Cologne von OSMAB und Art-Invest: Auf 160.000 qm entstehen in Köln moderne und flexible Arbeitswelten sowie Produktionsmöglichkeiten und Serviceangebote inmitten einer funktionierenden urbanen Infrastruktur – zugeschnitten auf Unternehmen, die eine agile Marktanpassung benötigen. Diese Aspekte werden in sämtlichen Kommunikationsmaßnahmen aufgegriffen und dem Mieter appetitlich und zielgerichtet serviert. So schafft beispielsweise ein eigens entwickelter Stadtteil-Guide einen wirklichen Mehrwert für den späteren Nutzer.

In vielen Branchen gehört die Kundenorientierung längst zum Standard-Repertoire. Die Immobilienbranche hat noch Nachholbedarf. So liegt es auch an den Kommunikationsagenturen, die Kunden entsprechend zu beraten und fit für die Zukunft zu machen. Für unsere Kunden entwickeln branchennahe Kommunikationsexperten aus den Bereichen Brands, PR und Digital die Vermarktungs- und Kommunikationsstrategie inklusive Salesstory und Maßnahmenpaket. Im Fokus: der potentielle Kunde und sein Nutzen. Denn darum geht es letztendlich bei einer erfolgreichen Immobilienvermarktung: Mieter mit passenden und kreativen Lösungen und Konzepten zu begeistern und zu gewinnen.

Fazit: Drei Schritte zur erfolgreichen Immobilienvermarktung

  1. Mieter als Kunden behandeln und deren Bedürfnisse in den Fokus stellen.
  2. Services und Strukturen entsprechend der Mieterbedürfnisse entwickeln.
  3. Einheitliches, passgenaues und kanalübergreifendes Kommunikationskonzept zur Kundenansprache mit klar definierten Zielgruppen.
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