Mobile First – Mediennutzung zwischen Dogma und Trend

Wenn wir von Mobile First sprechen, meinen wir Webdesigns, die in erster Linie für mobile Endgeräte ausgelegt sind. Webdesigner und Digitalstrategen planen die Konzepte ausgehend vom kleinsten Viewport. Erst dann und darauf aufbauend wird diese Version nach und nach für Desktop-Ausspielungen erweitert. Das Smartphone hat als Endgerät also die erste und höchste Priorität. Aber ist das überhaupt noch aktuell? Oder bei der hohen und steigenden Anzahl von mobilen Usern gar noch erwähnenswert?

Sagen wir es so: Es ist – wie immer – kompliziert.

Kritische Stimmen aus der Fachwelt behaupten, dass die Priorisierung des Mobile-First-Prinzips zu Einschränkungen bei bestimmten Nutzergruppen führe. Minimalistische Websites mit Burger-Menü und mobiler Bedienfreundlichkeit würden die User Experience auf Desktop-Geräten erschweren und verkomplizieren. Außerdem stünde die Kaufabsicht in großer Abhängigkeit von der Bildschirmgröße. Soweit so gut, aber die Kaufabsicht wird eben auch von Produktgruppe, Nutzungsumfeld und -zeitpunkt sowie dem Nutzer selbst bestimmt.

Zudem offenbaren viele erfolgreiche Gegenbeispiele sowie immer neue Entwicklungen, dass nicht mit Dogmen gearbeitet werden sollte. Alternative Trends, wie User Centered- oder Journey Driven-Design, sollten ebenfalls als denkbare Prinzipien integriert werden. Die Essenz ist jedoch, dass der User die bestimmende Instanz ist. Und wenn diese Social Media, Apps und Websites in erster Linie über mobile Endgeräte abrufen, dann sollte Mobile First die Maßgabe für Unternehmen und Marken sein. Denn: Mobile First ist längst kein Buzzword mehr, sondern Alltag für das Marketing jeder Marke.

Aufklärung gefällig?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Nach oben